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 Wir sind  sehr erfreut und zugegeben, auch stolz, unsere Gäste mit “raren” Steinbockspezialitäten verwöhnen zu dürfen.

(Reservationen nehmen wir gerne unter 081 949 11 26 entgegen.)

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 «Es ist ein Privileg, als Bündner Jäger das Wappentier zu bejagen»

Die Steinwildjagd ist eine anspruchsvolle Jagd, die ein Jäger im besten Fall alle zehn Jahre ausüben kann. Darauf soll der Jäger optimal vorbereitet sein. Ein Einführungskurs und die Besichtigung im zugeteilten Jagdgebiet sind deshalb seit Wiedereinführung der Steinwildjagd in Graubünden obligatorisch.

Nur rund 260 Bündner Jägerinnen und Jäger dürfen jährlich Steinwild jagen. Wer dabei sein darf, entscheidet das Los. Anmelden können sich erfahrene Jägerinnen und Jäger, die bereits mindestens fünf Jahre auf der Hochjagd waren. Sie dürfen in einem exakt bezeichneten Revier gestaffelt je eine Steingeiss und einen Steinbock erlegen – in dieser Reihenfolge. Genau festgelegt ist auch, welcher Altersklasse der Bock angehören muss: sie richtet sich nach dem Alter des Jägers. Ein 45- bis 54-jähriger Jäger etwa hat einen 4- bis 5-jährigen Steinbock zu schiessen.

In ganz Graubünden werden pro Jagdsaison rund fünfhundert Stück Steinwild zur Strecke gebracht. Wie viele Tiere zu erlegen sind, legt ein Abschussplan fest, der sich nach der Population der 21 Steinwildkolonien richtet.

Der Steinbock ist eidgenössisch geschützt. Um 1650 galt er in Graubünden als ausgestorben. Von 1879 bis 1889 wurde versucht, eine Kreuzung zwischen Steinbock und Hausziege im Welschtobel bei Arosa und in Sela bei Filisur wieder anzusiedeln – ohne Erfolg. Auch ein zweiter Vorstoss 1914 mit reinrassigen Steinböcken im Parc Ela misslang. Erst durch eine Aussetzung im Nationalpark wurde 1920 die Steinbock-Mutterkolonie Albris in Pontresina begründet.

Mitte der 1940er-Jahre zählte diese Kolonie gut 600 Tiere. Da der lokal hohe Bestand beträchtliche Schäden an den Schutzwaldaufforstungen anrichtete, begann man damit, einzelne Tiere einzufangen und in geeigneten Gebieten auszusetzen. Bis 1980 waren alle infrage kommenden Lebensräume im Kanton wieder mit Steinwild besiedelt. Und zwar so dicht, dass der Steinbock seit 1977 mit dem Segen des Bundes erneut gezielt bejagt wird. Für diese Sonderjagd im Oktober legt das Bündner Amt für Jagd und Fischerei (AJF) dem Bund jährlich einen Abschussplan vor.